Über uns

Im Sommer 2013 initiert eine kleine Gruppe, die „christian global help“ eine „Wohngemeinschaft für besonders schutzbedürftige Personen (Mutter-Kind-Haus)  und entwickelte ein erstes Konzept für die Unterbringung von geflüchteten Alleinerziehenden, Schwangeren, Familien und deren Kinder. Projekt Wohngemeinschaft. Dieses wurde einzelnen interessierten Personen zugänglich gemacht und auch dem Landkreis Fulda mit der Anmietung eines über 300 qm2 großen Wohnhauses in einer Ortschaft der Großgemeinde Burghaun im Landkreis Fulda/Hessen angeboten. Im Herbst finden dazu erste Gespräche und Besichtigungen statt und auch Überlegungen der Initiativgruppe, die Personen in freiwilliger unentgeltlicher Hilfsbereitschaft betreuen und begleiten zu wollen, um die Asylbewerberzeit sinnvoll zu nutzen und Chancen zu geben, dass ihnen eine Integration im Anschluss dieser „Bewerbung“ leichter fällt.

Im November 2013 wird ein „Hauselternpaar“ gefunden, mit der Absicht den zukünftigen Bewohnern/-innen eine vorgegebene Unterstützung im Bereich Hauswart und Reinigung zu geben. Im Januar 2014 wird das Konzept in der Ortsbeiratssitzung Steinbach vorgestellt (s. hierzu Artikel im Pressebereich).
Kurz darauf wird ein Mietvertrag zwischen der Eigentümerin und dem Landkreis Fulda zur Unterbringung von insgesamt 20 geflüchteten Personen (Familien, Alleinerziehende, Schwangere und deren Kinder im Asylbewerberverfahren) geschlossen. (s.hierzu Artikel im Pressebereich).
Schon hier wurde eine fehlende Struktur für die erforderliche Betreuung und Begleitung der geflüchteten Schutzbedürftigen gesehen, die finanziell gesetzlich nicht vorgeschrieben war. Durch den Aufbau von Netzwerken, Unterstützerkreisen und der Suche nach deutschen Patenschaftsfamilien (siehe Aufruf im Pressebericht) war davon auszugehen, daß eine perspektivische Integration gut gelingen könne. Das „Hauselternpaar“ würde dabei als unterstützender koordinierender Part mitwirken. Projekt Patenschaft
Die Idee „Hoffnungshaus“ war geboren und sollte gegenüber anderen großen Heimunterkünften einen offenen, transparenten, toleranten und familiären Charakter bekommen. Durch die Lage – mitten im Wohngebiet mit ländlicher Struktur, dennoch ruhig und klein gehalten, war davon auszugehen, dass sich Flüchtlingsfamilien sicher, geschützt und ruhig untergebracht wissen. Freie Kindergartenplätze, eine kleine Grundschule und eine Vielzahl von Vereinsangeboten innerhalb der Ortschaft würde zu einer Hoffnung auf gegenseitigen Frieden und einem Miteinander-Leben führen.
Am 26.2.2014 öffnete unser Hoffnungshaus und nahm seine erste eritreische Kleinfamilie auf. Schon in den ersten Tagen zeigte sich, daß der Betreuungs- und Begleitungsbedarf höher als bisher erwartet war. Es mussten sehr viele Unterstützungshilfen (s.Projekte) angeboten werden. Weitere Familien unterschiedlicher Nationalität, Sprache und Religion wurden seitens der zuweisenden Stellen im Hoffnungshaus untergebracht. Im … fanden sich drei Religionen, vier Nationalitäten und drei Sprachen im Haus.

Im September 2014 haben wir den Verein „Hoffnungshaus.de e.V.“ gegründet und sind seit Oktober 2014 als gemeinnütziger Verein beim Registergericht Fulda unter der VR 2528 eingetragen (Satzung im Download) und vom Finanzamt Fulda mit Bescheid vom 23.10.2014 als gemeinnützig im Sinne der §§51.59.60 und 61 AO vorläufig anerkannt und damit zur Annahme von Spenden berechtigt.

Seit dem ersten Tag der Aufnahme sind wir unermüdlich aktiv in der Flüchtlingshilfe.

Über 20 wertvolle Angebote sind aufgebaut und durchgeführt worden; Patenschaften gesucht und gefunden, Netzwerke aufgebaut, Willkommensstruktur gelebt, Vertrauen gefunden und Mißverständnisse geklärt.

Im November 2015 ist unsere unentgeltliche Arbeit durch Zuerkennung des 2.Platzes des „Hessischen Integrationspreises“ gewürdigt worden, u.A. mit folgender Begründung:

….da es mustergültig aufzeigt, dass die Unterbringung und Ansiedlung von Flüchtlingen im ländlichen Raum und die Einbindung der Menschen in die dortige Gesellschaft mit großem Erfolg gelingen kann.. „

(s.Presseinformation des „Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom 16.10.2015)

Über 130 Interessierte -meist Deutsche- sind uns seitdem persönlich begegnet, haben sich engagiert, gespendet, Patenschaften übernommen und/oder begleitende Wege erledigt.

Im Februar 2016 waren wir mit der Idee „myPoint“ unten den letzten 200 Finalisten bei der Google Impact Challenge.

Seit April 2016 sind wir Mitglied im Sozialverband „Der Paritätische Hessen“.

Zum Stichtag 31.12.2016 kamen 17 Familien zu uns – 11 haben bereits ein neues sicheres Zuhause gefunden. 8 Hoffnungshaus – Babys erlebten ihre ersten Lebensmonate bei uns, lernten sitzen, laufen, sprechen.

5 Hoffnungshaus – Neugeborene erblickten im Klinikum Hünfeld das Licht der Welt.

Angesicht der großen Flüchtlingsanzahl sind diese 65 Personen, davon 37 Kinder, die bei uns waren nur ein minimaler Anteil.

Dennoch sagen uns besonders die lachenden Kinderaugen – Wir wollen Danke sagen:


Für 2017ff. haben wir eine Vision:

wir wollen uns für die besonders Notleidenden einsetzen

Wir wollen Strukturen finden, um Geflüchtete besser in unser Land integrieren zu können.

Wir wollen Geflüchtete dazu bewegen, daß sie unsere Hilfsangebote richtig verstehen, Chancen erkennen, sie fördern aber auch fordern. Wir arbeiten an einem besonderen Vorhaben…