Projekte

In unserer Vereinsarbeit haben wir in 2014-2016 folgende eigenfinanzierte Projekte durchgeführt:

statt
Flüchtlingen „Schutz“, „Ruhe“, „Sicherheit“ geben durch Unterbringung
in überschaubarer Einheit
Kein Lager, Jeder kennt Jeden, Verzicht auf Überwachung, Mut zur
Wohngemeinschaft, Hilfe gestalten untereinander.
• Akzeptanz der Bevökerung verbessern
Leben mitten im Dorf, zusammen nur mit deutschen Nachbarn, offenes
Haus, Deutsche und Flüchtlinge haben ständig Begegnung auf vielfältige
Weise, Helfer sind eher bereit zu kommen, Ängste, Vorurteile werden
abgebaut.
Alle (max. 8 flüchtige Familien, bzw. Alleinerziehende) mit der gleichen Ausgangslage (Fluchterfahrung) und Verantwortung für ihre Kinder sind fähig, sich in diesem Umfeld bei Belegungsbeachtung der gleichen Sprache, Nationalität und Religion zu einer für sie geeigneten Wohngemeinschaft entwickeln zu können. Eine Unterstützung für das Erlernen von deutschen Regeln, den Alltagssituationen und der deutschen Sprache werden durch ortsnahe Patenschaften deutscher Familien übernommen.
• Individuelles Hinschauen
Jeder wird für sich ernst genommen, Stärken, Schwächen weitestgehend
versucht zu erkennen und zu berücksichtigen, weiteres Vorankommen oder
eigene Unzulänglichkeit einzeln gesehen, Schul-, Ausbildungs-
Arbeitschancen gemeinsam gesucht und ausgewertet
Charaktere, Mentalitäten, Kulturen begegnen sich und nähern sich an.
Deutsche Regeln und Wertigkeiten werden automatisch weitergegeben.
• Vertrauensbildung
Ständiger Dialog zwischen Deutschen und Flüchtlingen, Anteilnahme an den
Alltagsproblemen, der Entwicklung der Kinder und eigenen Persönlichkeiten,
keine Bevormundung; Suchen nach Lösungen, die für jeden auch
realisierbar sein könnten.
• Ländliche Regionen stärken
Abwandern in die Städte verhindern, Chance sowohl für Infrastruktur der
ländlichen Gebiete (Schließungen von Kindergärten, Schulen,
Nachwuchsprobleme, Ausbildungsmangel, Mangel an Arbeitskräften,
Geschäftsschließungen ) als auch für Zuwanderer (keine überfüllten
Massenabfertigungen, Leben der Kinder in geschützter Umgebung, frei von
sozialen Brennpunkten und freie Kindergartenplätze, kleine überschaubare
Schulen mit geringem Ausländeranteil, Chance auf direkten Kontakt mit
Deutschen auch für Mütter, Arbeitschancen über Empfehlungen
• Deutsch lernen individuell bzw. in kleinen Gruppen
In-House- Konzept auch Frauen mit kleinen Kindern erfahren erste
Deutschkenntnisse, Einzelbetreuung möglich
Außer-Haus Konzept Fortgeschrittene werden in weiterführende Kurse
vermittelt, einzelne deutsche Helfer üben praxisnah deutsch
• Netzwerkaufbau
freiwillige engagierte Helfer/-innen auf Problematik hinweisen, sie
miteinbeziehen, unterstützen, nicht überfordern. Hilfen von außen nutzen,
lernen umzusetzen, Ehrenamtsarbeit stärken, bedarfsgerecht entlohnen.

Die vorgestellten Projekte sind zum großen Teil Ideen, die sich aus den 2-jährigen Erfahrungen und Erlebnissen in der Arbeit mit den Flüchtlingen im Hoffnungshaus.de entwickelt haben. Sie zielen im Wesentlichen darauf ab, die Asylbewerbern/-innen nach ihren Möglichkeiten zu fördern aber auch ihnen etwas abzufordern. Sie können Chancen, die wir ihnen geben nutzen lernen.

Wenn Sie die Ideen gut finden, dann unterstützen sie uns.

Koordinatorstelle (s.Konzeption)

Freiwillige Helfer/-innen können nicht gezielt unterstützen, wenn sie die Flüchtlinge nicht verstehen. Der Einsatz einer sogenannten „Schnittstelle“ zwischen Ehrenamt und Asylbewerberfamilien bildet ein Koordinator, der die Sprache der Flüchtlinge beherrscht und ihre Kultur versteht.

Das Hoffnungshaus hat über den Landkreis Fulda seit Oktober 2015 einen eritreischen Studenten, der seit 13 Jahren in Deutschland lebt und sich (außer mit der pakistanischen Familie in englisch) in ihren Sprachen unterhält und in die deutsche Sprache übersetzt. Er kann Missverständnisse, die aufgrund des Nicht-Verstehens zustande gekommen sind, aufklären. Er kann die Bedürfnisse und Not der Flüchtlinge uns Deutschen vermitteln.

Die Stelle des Koordinators wird im Rahmen einer freiwilligen Tätigkeit bezahlt. Diese Position kann auch Beschäftigung für  andere Migranten/-innen  in vielen Flüchtlingsheimen sein. Ihren Zweck und Nutzen gilt es zu erproben und ggf. fest in die Gesellschaft zu integrieren.

Chance to work – Chance to change

Flüchtlinge brauchen sinnvolle Beschäftigung – wir bekommen viele Sachspenden (Möbel, Kleidung, Hausrat etc.), die wir wegen Zeitmangel nicht an Bedürftige weitergeben können.

Aus dieser Not entstand die Idee, Flüchtlinge besonders Flüchtlingsfrauen mit der Sortierung der Sachspenden zu beauftragen, Fotos zu erstellen und diese auf einer Plattform zu verbreiten oder an einem Tag im Monat einen Markt zu eröffnen. Andere Asylbewerber/-innen die Zugang zu der Plattform haben, bzw. zum Markt kommen und einen Bedarf an diesem oder jenen Artikel sehen, können sich melden oder wenn es die Technik zuläßt, gleich das Produkt erwerben in Form eines Punkte-Tausch-Systems.

Das Projekt bedarf für die Lagerung, anleitendes Personal und Technik finanzielle Mittel.

Integration durch Musik – Interkultureller Musikgarten

Deutsch lernen durch Musik  – eine Projektidee von Silke Goldbach und Katrin Wehner – Start: ca. Dezember 2015

  • finanziert aus Spenden

„Musikalische Früherziehung beruht auf einer besonderen Gemeinschaft zwischen Kindern, Eltern und dem Lehrer. Zusätzlich vermittelt sie dem Migranten Kontakt zu einer fremden Sprache und damit ein Zugehörigkeitsgefühl. Musik gibt Kindern jeden Alters durch Rituale das Gefühl der Vertrautheit, der Freude sowie Sicherheit.
Der Psychomotorische Bereich wird durch die musikalische Früherziehung bereits in den frühesten Entwicklungsstufen gefördert und ist somit auch für andere Lebensbereiche nützlich.

In den Unterrichtseinheiten werden verschiedene Bewegungsformen, Sprach- und Stimmbildung, Sinneswahrnehmungen, ganzheitliches Singen, Rollenspiele sowie durch rhythmisches Instrumentalspiel ihr Körperbewusstsein verbessert. Dies fördert den Weg zur perfekten Integration.
Durch Konzentrationsübungen, Gehörbildungen, Anregungen der Fantasie, Körperwahrnehmungen (z.B. Sensomotorik, Visuelle Wahrnehmung), Erlernen der Grundbewegungsarten, Förderung der Feinmotorik sowie dem Erlernen von einfachen rhythmischen Motiven, werden die Kinder ganzheitlich in ihrer Entwicklung weitergebracht.

Das Singen der Lieder dient auch als Konzept des Zweitspracherwerbs, bei dem eine Fremdsprache durch den Gebrauch ( wie beim Erwerb der Muttersprache ) und nicht durch Instruktion erlernt wird.

Das Sozialverhalten eines Kindes wird gefördert, weil es lernt, mit anderen zu kooperieren und auf die Wünsche und Gefühle anderer Rücksicht zu nehmen. Gleichzeitig lernt es aber auch, sich in der Gruppe zu behaupten und Kontakte mit anderen Menschen zu knüpfen.
Die Kinder beobachten sich und versuchen, den anderen nachzuahmen. Sie lernen, mit Gleichaltrigen zu kooperieren, aber auch sich durchzusetzen. Zudem entwickeln sie zunehmende Sozialkompetenz.“

Winterspielplatz im Hoffnungshaus

Projektstart: November 2015           finanziert durch Spenden bei Online- Einkäufen

Im Hoffnungshaus sind je nach Belegung bis zu 10 Kinder untergebracht. Zum Teil sind sie unter 3 Jahren. Ihre sinnvolle Beschäftigung, das Spielen und ihre Sicherheit liegt uns am Herzen. Wir planen für den kommenden Winter 2015 ein Teil des Gemeinschaftsraumes umzugestalten zu einem wahren Kinderspielparadies – ähnlich wie man es im Taka-Tuka Land oder Räuberpark findet.

Für die Umgestaltung sammeln wir Hilfeleistungen und brauchen tatkräftige Unterstützung.

Ohne dass Ihnen Kosten enstehen, können sie schon heute bei ihren Online-Einkäufen diese Umgestaltung unterstützen: www.bildungsspender.de/hoffnungshaus

Deutsch vermitteln insbesondere für Alleinerziehende, Mütter mit kleinen Kindern und Schwangere

Projektstart: November 2015

Einen mehrstündigen täglichen Deutschunterricht nachzugehen ist für Alleinerziehende, Mütter mit kleinen Kindern oder Schwangere fast unmöglich, wenn nicht ausgeschlossen. Um auch für sie einen Erwerb von Deutschkenntnissen zu ermöglichen, unterrichten pensionierte Deutschlehrer/-innen und freiwillige Helfer/-innen in kleinen Gruppen.  Auf lange Sicht wird angestrebt, das Internetportal: „ich-will-deutsch-lernen.de“ nutzen zu lernen und ihnen  einen Fernunterricht zu ermöglichen. Derzeit suchen wir über die Internetseite

www. peoplelikeme.de die Technik und auch Qualifizierungsmöglichkeiten für die Tutoren