HEFTIGE DEBATTE IN DER ORTSBEIRATSSITZUNG ZUM PLAN „HOFFNUNGSHAUS“

Presseartikel hierzu:

Niederschrift der Ortsbeiratssitzung im DGH Steinbach zur geplanten „Asylunterkunft“:

Asylunterkunft Steinbach
Top 3.1:

Vorstellung und Information durch Herrn Stock, Landkreis Fulda
Herr Jürgen Stock vom Landkreis Fulda hat das Wort und geht auf die allgemeine Entwicklung der Zuweisung von Asylbewerbern in Deutschland und in Fulda ein.
Schwerpunkt der Sitzung ist das Thema der Unterbringung von Asylbewerbern in der Immobilie der Familie Hirsch im Amselweg 13.
Frau Hirsch ist im September an die Behörde herangetreten und hat dem Landkreis ihre Immobilie für die Unterbringung von Asylbewerbern zur Verfügung gestellt. Ein entsprechendes Konzept zur Betreuung der Asylbewerber wurde von ihr ebenfalls ausgearbeitet.
Top 3.2:

Konzeptvorstellung der Eigentümerin, Frau Hirsch
Frau Sozial- und Heilpädagogin Hirsch hat nun das Wort und damit auch die Aufgabe zur Erläuterung des Konzepts. Sie begann mit einer kurzen Vorstellung ihrer eigenen Person und später dann auch der Immobilie, die lt. Ihren Informationen in den letzten Jahren dauerhaft umgebaut wurde, um sie später einer anderen Nutzung zuführen zu können.
Das Ganze ist als eine projektorientierte Arbeit zu sehen, die als Wohnbedarfsgemeinschaft für Familien, Schwangere, Alleinerziehende und Mütter in Not aus unterschiedlichen Kulturen zu sehen ist und auf vorerst 2 Jahre beschränkt sein soll. um zu sehen, wie sich speziell dieses Projekt entwickelt.
Die Betreuung dieser Personen könnte zum einen durch Familien übernommen werden, die eine Patenschaft übernehmen. Eine weitere Möglichkeit hierbei wäre das Herantreten an die Hochschule, wo sich gerade im Bereichen der Sozialen Studiengänge Studierende als Paten finden ließen.
Auch durch den Landkreis selbst wird hier eine Betreuung stattfinden.
Als Ansprechpartner vor Ort schlägt das Konzept die Unterbringung eines Hausmeisters vor, der erste Fragen der Mitglieder dieser Wohnbedarfsgemeinschaft beantworten kann, jedoch nicht als pädagogische Unterstützung zu sehen ist.
Das Konzept sieht eine Unterbringung von ca. 20 Personen vor.

Nach den Erläuterungen wurde die Diskussion eröffnet.
Nach einer ausreichenden Diskussion kam die Frage nach dem Fazit und den weiteren Arbeitsschritten auf. Herr Stock selbst benötigt eine Bedenkzeit, um die angebrachten Punkte sachlich bewerten zu können. Letztendlich sei es nach seinen Ausführungen jedoch so, dass der Landkreis um jede Unterkunft dankbar sein müsse, die für solche Zwecke angeboten würden. Demzufolge bestehe großes Interesse von Seiten des Landkreises, diese Immobilie anzumieten.
Letztendlich kann der Landkreis keine abschließende Garantie dafür geben, welche Menschen in dieser Immobilie angesiedelt werden.
Man versuche jedoch hier nur Familien mit Kindern unterzubringen.
Tenor der Diskussion war, das die von Frau Hirsch angebotene Immobilie im Amselweg sich in keinster Weise für eine derartige Unterbringung eignet.
Herr Bgm Hohmann sowie die Mitbürgerinnen und Mitbürger sahen das von Frau Hirsch dargestellte Konzept als so nicht umsetzbar an, da es sehr viele Fragen offen ließ und es für viele Punkte noch keine Lösung gibt.
Dies kann aber letztendlich nur von Frau Hirsch und dem Landkreis entschieden werden, da diese beiden Parteien hier als Vermieter sowie Mieter auftreten.